Jan Bannasch wechselt vom SVCN zum SC Schwarzenbek

Zur neuen Saison 2020/2021 werden wir einen alten Bekannten an der Schützenallee begrüßen dürfen. Jan Bannasch, aktuell noch in Diensten des Oberligisten SVCN, kehrt zurück zum SCS. Mit Bannasch, der derezit im Mexiko-Urlaub die Sonne genießt, haben wir ein kurzes Interview zum Wechsel geführt und mit ihm über seine Entscheidung gesprochen.

Neuzugang Jan Bannasch im Dress des SVCN (Foto: @fleibold.foto)
Neuzugang Jan Bannasch im Dress des SVCN (Foto: @fleibold.foto)

Herzlich Willkommen, Jan Bannasch! Nach langen und zeitweise feuchtfröhlichen Verhandlungen hast Du schlussendlich beim SC Schwarzenbek zugesagt und spielst ab der kommenden Saison in der Bezirksliga-Ost. Du schließt Dich einem jungen, ambitionierten Team an und trägst in Zukunft erneut das Trikot des SCS. Wie kam es zu dieser für viele sicherlich überraschenden Entscheidung und was sind Deine Beweggründe für den Wechsel von der Oberliga in die Bezirksliga?

 

Erst Mal, vielen Dank für die warmen Worte. Beruflich steht bei mir erneut eine Veränderung in Form eines nebenberuflichen Studiums bevor. Den nicht unerheblichen Aufwand für den Fußball in der Oberliga werde ich daher nicht mehr leisten können und suche auch sportlich eine neue Herausforderung.

 

Du hast persönlich schon viel im Hamburger Amateurfußball erreicht, bist Leistungsträger, Stammspieler und hast schon einiges erlebt in Deiner Karriere. Trotzdem bist Du mit 27 Jahren noch relativ jung. Welche Ziele hast Du und warum glaubst Du das der SCS der richtige Schritt ist?

 

Mit 27 Jahren gehört man doch mittlerweile fast zum alten Schlag. Und wie Du bereits ansprichst, ist das Team nochmal ein Stück jünger als ohnehin in Curslack. An dieser Stelle also der Hinweis an die Trainer mich bei Vorbereitungsläufen lieber zu Hause zulassen.

 

Aufgrund von beruflichen Veränderungen würde ich eher von einem neuen Kapitel sprechen anstelle eines „Schrittes“. Ich freue mich jedoch umso mehr etwas von meiner Erfahrung an die Spieler weiterzugeben. Für mich bedeutet der Wechsel persönlich auch den nächsten Schritt als Führungsspieler zu machen!

Trainer Apel mit Neuzugang Bannasch im Mexiko-Urlaub
Trainer Apel mit Neuzugang Bannasch im Mexiko-Urlaub

Du kennst einige Spieler im Team sehr gut und mit Trainer Finn Apel verbindet Dich eine lange Freundschaft. Es verwundert also nicht, dass die „Vollzugmeldung“ heute per Whatsapp aus dem gemeinsamen Mexiko-Urlaub einflatterte. Wirst Du trotz der Freundschaft oder gerade wegen dieser eine Schlüsselfigur für die Trainer auf dem Platz sein können? Wie siehst Du Deine Rolle?

 

Finn kenne ich seit einer gefühlten Ewigkeit und nach der dritten Margerita konnte ich einfach nicht mehr nein sagen. Zudem spielen auch mit Oertel, Ohle, Hansen und Nowak gute Freunde von mir beim SC Schwarzenbek, die ebenfalls Ihren Teil dazu beigetragen haben, dass dieser Wechsel zustande kommt.

 

Ich denke die gute Beziehung zu den Trainern kann nur förderlich für das gesamte Team sein. Ich sehe mich da auch absolut in der Verpflichtung als verlängerter Arm der Trainer zu agieren und als Vorbild und Führungsspieler voran zu gehen.

 

2016 hast Du den Verein verlassen und hast eine neue Herausforderung angenommen. Wie hast du die Entwicklung des SCS seitdem verfolgt und welche Meinung hast du zum aktuellen Weg des Vereins?

 

Aufgrund diverser Verbindungen habe ich natürlich immer einen Blick auf den SCS gehabt. Es erfordert einen großen Mut einen so harten Cut im Verein zu machen und den Verein im Prinzip von der Jugend bis zu den Herren neu aufzubauen. Das gesamte Umfeld macht aber einen wahnsinnig guten Job und entwickelt den Verein step by step weiter. Die steigende Kurve, sowohl sportlich als auch in der Vereinsentwicklung, gilt es weiterzuführen.

 

Teammanager Florian Leibold ist begeistert von dem Transfer:

"Mit Jan Bannasch können wir einen Spieler verpflichten, der alles mitbringt, was unser junges Team an Führungsqualitäten braucht. Jan ist ein absoluter Gewinner-Typ, der als Vorbild in jeder Trainingseinheit und jedem Spiel voran geht. Ich freue mich, dass wir Jan von unserem Weg überzeugen konnten und er sich für den SCS entschieden hat. Schließlich waren wir beim Buhlen um Bannasch nicht konkurrenzlos."

 

Auch Trainer Sven Reinke ist von Jan Bannasch sowohl Spielertyp als auch von seiner Qualität neben dem Platz überzeugt:

"Dass wir eine solche Granate wie Jan davon überzeugen konnten zum SC zu kommen, ist überragend. Und mit WIR ist ja tatsächlich die halbe Mannschaft und der Staff gemeint. Alle haben über Wochen und Monaten an ihm rumgebaggert. Angebaggert zu werden ist er gar nicht mehr gewohnt in seinem Alter. Sportlich ist der Wechsel natürlich über jeden Zweifel erhaben und Jan wird den Unterschied ausmachen können. Neben Jan können unsere jungen Wilden in Ruhe weiterwachsen ohne ständig die gesamte emotionale Last und den Druck eines Spiels allein schultern zu müssen. Einzig an seiner Fitness müssen wir noch ein bisschen arbeiten wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann."