SCS-Fans machen Auswärtsspiel zum Heimspiel

Spielfläche: roter Rasen beim TuS Hamburg
Spielfläche: roter Rasen beim TuS Hamburg

Bevor wir zum Spielgeschehen kommen, muss man hier mal festhalten, dass wir erneut von mindestens 30 Auswärtsfans begleitet wurden. Und das auf einem Freitagabend, auswärts in der großen Stadt, in der der Rasen auch noch eine komische rote Farbe und Konsistenz hat. Jetzt liest man ja immer wieder, dass sich Verein und Teams bei ihren so überragenden Fans bedanken, aber in unserem Fall ist das tatsächlich mal keine Plattitüde oder Phrasendrescherei. Wenn man sich anschaut, dass wir seit dem Winter 2016/2017 hier sportlich Aufbauarbeit betreiben und es oftmals auch schwere Kost zu sehen gibt und wir unseren Zuschauerschnitt bei Heimspielen dennoch in der Regel dreistellig halten können und auswärts auch immer so viele mitkommen, zeigt es uns als Team doch, dass so viele Menschen den eingeschlagenen Weg gutheißen und hinter uns stehen.
Gerade für unsere jungen Bengels ist das ein ganz enormer Faktor. Wir arbeiten hart daran, dass wir Euch liebe Fans viel öfter mit positiven Ergebnissen beglücken werden. So nun aber zum Spiel.


Die Vorzeichen waren klar: Letzter gegen Vorletzter, beide Teams wollten den Dreier, um den Anschluss herzustellen bzw. sich vom letzten verbliebenen Abstiegsplatz abzusetzen. Der SCS mit veränderter Startaufstellung und leicht angepasster Spielweise. Leibold im Zentrum neben Nowak und Lüders aufgrund seiner Laufstärke und Agilität vorne im Sturmzentrum, um das massive Abwehrzentrum der Gastgeber zu beschäftigen. Der SC übernahm sofort die Spielkontrolle und kam folgerichtig gleich zu aussichtsreichen Chancen. Als Johns den Ball nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor über die Linie bugsierte, meinte der Schiedsrichter dem Treffer die Anerkennung zu verweigern, weil der Keeper mit den Händen am Ball war. Leider ein Fehler, kann aber mal passieren bei den Lichtverhältnissen. In der Folge erspielten wir uns Chance um Chance nur reingehen wollte kein Ball. Entweder scheiterten wir am Aluminium, am Keeper oder uns selbst.


In der 2. Halbzeit kam TuS dann etwas besser ins Spiel und agierte mutiger ohne jedoch eine nennenswerte Möglichkeit zu erspielen. Nachdem wir wieder besser dagegen hielten passierte dann das wovor die Trainer noch in der Halbzeit gewarnt hatten: TuS ging vollkommen überraschend durch einen Elfmeter in Führung. Der Schiedsrichter stand 10 Meter vom Ort des Geschehens entfernt und hatte einen perfekten Blick auf die Situation und monierte das vermeintliche Handspiel nicht und ließ weiterspielen. Aber das ließ der 40 Meter vom „Tatort“ entfernte Assistent nicht durchgehen und hob, warum auch immer, die Fahne. Und tatsächlich ließ sich der Schiri überstimmen und zeigte auf den Punkt. Eine gelinde gesagt sehr unglückliche Situation, die überhaupt nicht nachvollziehbar war.

Nachvollziehbar war dafür im weiteren Spielverlauf die Gelb-Rote Karte für unseren Youngster Nossek. Mit einer gelben Karte im Gepäck darf er den Gegner natürlich nicht so umholzen. Aber daraus wird er mit Sicherheit lernen und in Zukunft cleverer zur Sache gehen.


Rückstand, Unterzahl, Grand, Blind vorm Tor und ein Gespann, dass an dem Tag nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen traf. Und dennoch kämpften die Jungs und rannten an. Allen voran unsere Kapitäne Schner und Nowak, die wirklich alles aus sich rausholten. Und so kam es dann zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich durch Schner. Nach einem klaren Handspiel eines Tus-Spielers im 16er blieb dann kurz vor Ende die Pfeiffe still und die Fahne unten. Merkwürdig, aber lässt sich nicht ändern.


Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wenn wir nur einen Teil unserer zahlreichen Möglichkeiten genutzt hätten, wären wir hier auch als Sieger vom Platz gegangen. So bleibt es unten eng und wir werden weiterhin um jeden Punkt kämpfen.