Lucas Scheunemann verlässt den SCS – auf der Suche nach einer neuen Nr. 1

Lucas Scheunemann wird ab Sommer 2018 für einen anderen Verein spielen. Fest steht bisher nur, dass er den SC Schwarzenbek verlassen wird, wohin es geht steht noch nicht fest. Wir haben mit Lucas und Teammanager Florian Leibold über den aktuellen Stand und mögliche Nachfolger gesprochen. Außerdem haben wir mit Lucas über seine Zeit beim SCS gesprochen und ihn zu seinen Beweggründen befragt.

Florian, wie siehst Du als Teammanager den Abgang von Lucas?


Leibold: Für uns ist der Abgang natürlich sportlich und menschlich ein großer Verlust. Gerade auch weil Lucas die SCS-DNA in sich trägt. Aber gleichzeitig ist dieser Schritt auch nachvollziehbar und stößt im Trainerteam und bei mir auf Verständnis. Lucas hat hier eine herausragende Entwicklung vom Jugendspieler zu einem der Top-Torhüter in Hamburg gemacht.  Und genau das ist unser Ansatz für die Zukunft. Wir werden hier jungen Spielern die Chance geben sich zu entwickeln, zu wachsen und dann eben auch für höhere Aufgaben zu empfehlen.  Luci ist das beste Beispiel dafür, dass Spieler und Verein gleichermaßen voneinander profitiert haben.

 

Unsere aktuelle Nr. 1
Unsere aktuelle Nr. 1

Lucas, wie Du gestern zum Vorbereitungsstart im Mannschaftskreis verkündet hast wirst Du den SC Schwarzenbek zum Saisonende verlassen. Weißt Du schon wo es für Dich hingeht?

 

Scheunemann: Nein, es gibt noch kein konkreten Verein, wo ich zugesagt habe. Es steht noch offen, wo es genau nach meiner Zeit in Schwarzenbek hin geht.

 

Wenn es noch keinen Verein gibt, welche Ligen kommen für Dich in Frage? Kann es auch sein, dass Du zu einem Ligakonkurrenten wechselst?

 

Scheunemann: Ziel ist es für mich, ob kurz- oder langfristig, einmal in einer Oberliga Mannschaft in Hamburg zu spielen. Welche Liga es dann am Ende sein wird für die nächste Saison, wird sich herausstellen. Für mich steht ganz klar im Fokus sportlich einen Schritt nach vorne zu machen, dies würde ich nicht machen, wenn ich innerhalb der Bezirksliga wechsel.

 

Was sind die Gründe, warum Du den SCS nach so langer Zeit verlässt?

 

Scheunemann: Ich habe seit einiger Zeit gemerkt, dass ich sportlich keine Fortschritte mehr machen kann. Ich glaube, dass ich eine sportliche Veränderung brauche um mich fußballerisch weiter entwickeln zu können.

 

Foto: FussiFreunde
Foto: FussiFreunde

Welcher war der schönste Moment für Dich im Trikot des SCS?

 

Scheunemann: Der schönste Moment war das erste Heimspiel für mich als 1. Herren Torwart. Wir haben gegen BU damals gespielt, die über 15 oder 20 Spiele ungeschlagen waren. Wir waren klarer Außenseiter, aber wie man das beim SCS kennt, wachsen in diesen Spielen alle über sich hinaus und wir konnten mit einem 1:0 das Spiel für uns entscheiden.


Du hast schwere Zeiten mit dem SCS durchgemacht und hast trotzdem zum Verein gestanden, im Gegensatz zu vielen deiner ehemaligen Mannschaftskollegen. Wie hast Du das Auseinanderbrechen der ersten Herren 2016 wahrgenommen und warum hast nicht auch Du das „sinkende Schiff“ verlassen?

 

Scheunemann: Die Zeit von 2015-2016 war eine extrem schwere Zeit für den Verein. Es begann alles mit dem Brand des Vereinsheimes, welches die generelle Situation erschwert hat, da keine Kabinen und sonstige Einrichtungen für Vereinsleben vorhanden waren. Es kam dann im Winter 2016 ebenfalls dazu, dass uns auf einmal jegliche Art von Aufwandsentschädigungen gestrichen worden sind, die uns zugesprochen wurden. Dies hat dazu geführt, dass einige Mitspieler den Verein verlassen haben. Was ich persönlich sehr schade fand ist, dass wir bei einer internen Versammlung, uns vorgenommen hatten, beide Herren Mannschaften am leben zu erhalten.

 

Foto: Deal
Foto: Deal

Dies ist dann aber durch weitere Abgänge nicht möglich gewesen. Es kam dann dazu, dass die zweite aufgelöst werden musste und die Erste abgestiegen ist. Da ich seit Kindesbeinen bei diesem Verein spiele und der Verein mir unglaublich viele tolle Momente als Spieler und auch als Mensch ermöglicht hat, wollte ich unbedingt dem Verein etwas zurück geben und helfen den Verein wieder in die richtige Spur zu bringen. Dies ist uns allen im Verein gelungen und wir sind auf dem richtigen Weg den SCS wieder zu einem sehr attraktiven Verein für jeglichen Fußballer zu machen.

 

Was sind deine Ziele für die Restrunde 2018 und was dürfen die Zuschauer von Euch erwarten?

 

Scheunemann: Mein Ziel für die Restrunde 2018 ist es, so schnell wie möglich von den Abstiegsplätzen weg zu kommen und die Saison im gesicherten Mittelfeld zu beenden.

Foto: Foto Deal
Foto: Foto Deal

Wir haben eine durchaus junge Mannschaft, die unheimliches Potenzial aufweist. Es heißt jetzt hart in der Vorbereitung an uns weiter zu arbeiten, sodass wir als eingeschworen Einheit den Klassenerhalt sichern können.


Das Tor des SCS haben stets großartige Torleute gehütet - ob Jogi Gryzwatz, Happi Bartz, Ulli Ritter, Torsten Eiberg, Michel Möller, Patrick Ave oder in den letzten Jahren Arne Mangels und vor allem Du. Ein Problem auf dieser Position gab es in Schwarzenbek nur selten. Auch im Nachwuchs findet man beim SCS viele junge Talente wie zum Beispiel Malte Gärtner., Maxi Huhn und Jakub Klamycki.

 

Mit den Torhütern Max Studt, Moritz Leibold (alle SV Eichede), und Tom Bleck (VFB Lübeck) spielen schwarzenbeker Jungs aktuell leistungsbezogenen Fußball in anderen Vereinen. Nico Bethien spielt zwar noch für den SCS, besitzt allerdings eine Zweitspielerlaubnis für den SV Eichede und trainiert seit über drei Jahren beim DFB in Allermöhe. Man könnte meinen, dass Schwarzenbek eine Torwart-Hauptstadt ist und der Kampf um das Trikot mit der Nummer 1 beim SCS groß ist. Wie sieht’s da aus,  gibt es schon einen Nachfolger für Dich?

 

Scheunemann: Ja, jetzt wo du das so sagst, ist es schon erstaunlich wie viele tolle Torhüter wir haben/hatten. Man muss einfach sagen, dass wir früh den jungen Torhütern individuelles Training bieten, was unglaublich hilfreich ist, um spezielle Fähigkeiten früh zu erlernen. In punkto Nachfolger bin ich wohl der falsche Ansprechpartner, ich habe keine genauen Informationen über einen genauen Nachfolger, aber ich bin davon überzeugt, dass die Trainer einen tollen Torhüter finden werden, der nächste Saison das Tor des SCS hüten wird.

 

Fragen wir den Teammanager: Florian, wie werdet ihr Euch in Zukunft aufstellen auf der TW-Position?


Leibold: Da uns Arne Mangels aus beruflichen Gründen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht, sind wir gezwungen uns auf der Position neu aufzustellen. Ein Mann für die Zukunft wird Maxi Huhn aus der A-Jugend sein, der bereits bei uns im Training ist und ab Sommer dann fest in den Herrenbereich wechselt. Maxi ist Jahrgang 2000 und wird in Ruhe von uns aufgebaut. Deshalb suchen wir einen weiteren Keeper, der die Ambition besitzt sich mit uns als Team, aber auch persönlich weiter zu entwickeln. Mit unserem Torwart-Trainer Pit haben wir da genau den richtigen Mann dafür.  Da Torhüter nicht gerade auf den Bäumen wachsen halten wir die Augen offen. Wer also interessiert ist, sollte sich unbedingt bei uns melden.

 

Lieber Lucas wir danken Dir für das Interview und freuen uns auf eine spannende Rückrunde. Für die Suche nach einem neuen Verein wünschen wir Dir viel Erfolg, du hast Dir den nächsten Schritt mehr als verdient.