Derbyniederlage und Verletzungssorgen beim SCS

Am Samstag ging es zum SV Börnsen wo die Schwarzenbeker Jungs erneut eine schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf hinnehmen mussten. Zum vierten Mal in Folge konnte unsere Mannschaft mit 1:0 in Führung gehen und schaffte es erneut nicht ihr Leistungsvermögen über die kompletten 90 Minuten abzurufen. Die Bergedorfer Zeitung titelte am Montagmorgen „Wehe, der SC Schwarzenbek führt“ und genau das scheint aktuell ein großes Problem zu sein.

Teammanager Leibold sagte nach dem Spiel: „Ich habe das Gefühl, dass wir erst anfangen Fußball zu spielen und wirklich 100% auf den Platz bringen wenn wir sauer sind oder wir uns ungerecht behandelt fühlen. Erst wenn keiner mehr mit uns rechnet zeigen wir Moral und Siegeswillen.“.


So war es auch am Samstagnachmittag. Die Schwarzenbek spielten eine schwache erste Halbzeit und die Jungs ließen so ziemlich alles vermissen was es im Abstiegskampf braucht. Nach dem glücklichen Führungstreffer in der 15. Minute durch Robin Wind konnten unsere Jungs dem SVB wenig entgegensetzen. Noch vor der Pause trafen Wolter (35.), Busch (40.) und Hamester (45.) zur 3:1 Führung für die Gastgeber. Leider übersah das Schiedsrichtergespann gleich zwei Foulspiele vor dem Tor zum 3:1 und so durfte der SCS nicht nur einem zwei Tore Rückstand hinterherlaufen sondern musste in der zweiten Halbzeit auch auf Niclas Protzen verzichten, der anschließend mit Verdacht auf Außenbandriss im Knie ins Krankenhaus gefahren wurde. Wir wünschen Niclas an dieser Stelle eine schnelle Genesung und drücken die Daumen, dass sich der Verdacht einer schlimmen Verletzung nicht bestätigt.

Lucas Scheunemann - sah die Ampelkarte gegen Börnsen
Lucas Scheunemann - sah die Ampelkarte gegen Börnsen

In der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste dann die von Leibold angesprochene Moral und kamen besser aus der Pause als die Hausherren. Mit Wut im Bauch und der Einstellung nichts mehr zu verlieren zu haben lief es plötzlich besser beim SCS. Die Jungs liefen immer wieder an und spielten sich so einige Torchancen heraus. In der 67. Minute setzte sich Johns überragend auf der rechten Seite durch und flankte den Ball flach zu dem eingelaufenen Schner, der zum Anschlusstreffer einschieben konnte. Die Partie wurde zunehmend hitzig, die Schwarzenbeker schmissen alles rein und die Börnsener hatten jetzt immer wieder die Chance zum Kontern. In der 72. Minute fing SCS-Keeper einen dieser Konter per Grätsche ab. Als er anschließend den Ball leicht wegspitzelte um mehr Zeit zu haben wieder zurück in seinen Kasten zu laufen, zeigte der Schiedsrichter die gelb-rote Karte. „Wenn das eine gelbe Karte ist, muss der Schiedsrichter jedes kleine Zeitspiel mit einer gelben Karte bestrafen und wir spielen am Ende neun gegen neun. Ich hätte mir hier ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, so Leibold nach dem Spiel. Mit der Schiedsrichterleistung schienen beide Teams im Spielverlauf nicht wirklich zufrieden, immer wieder hörte man Kritik und Unverständnis für seine Entscheidungen.

 

In der Schlussphase hätten die Schwarzenbeker auf Grund der überragenden Moral einen Punkt verdient gehabt doch leider fiel der Ausgleichstreffer nicht mehr. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, dass die Börnsener mindestens drei Tore mehr hätten schießen können wenn sie ihre Konter vernünftig ausgespielt hätten. Allein Ersatzkeeper Arne Mangels brachte die Gastgeber mit seinen Paraden in der Schlussphase des Öfteren zum Verzweifeln.

Melsbach und Runge kehren nach Verletzungen zurück.
Melsbach und Runge kehren nach Verletzungen zurück.

Eines der größten Probleme dieser Saison ist die ewig lange Verletztenliste. Zu den Langzeitverletzten Steckler, Dähling, Runge, Leibold, Knorr kamen in den vergangenen Wochen noch Nowak, Melsbach und Basenau dazu. Nun fällt auch noch Protzen auf unbestimmte Zeit aus. Die Winterpause wird also dringend benötigt um nach dem Jahreswechsel endlich wieder aus den vollen schöpfen zu können.


Am Freitag geht’s nach Ohe zum Tabellenletzten und die Schwarzenbeker sind fast schon zum Siegen verdammt. Gute Nachrichten gibt es aktuell aus dem Verletztenlager. Mit Leibold, Basenau und den Trojägern Melsbach und Runge stehen gleich vier wichtige Kräfte in der kommenden Woche wieder im Mannschafttraining. Nach individuellem Aufbautraining in den vergangenen Wochen können die Jungs wieder voll einsteigen. Auch der am Samstag kurzfristig erkrankte Thimo Krebs kehrt wieder zurück.


Hinsichtlich der personellen Situation ist Land in Sicht. Reinke sagte zur aktuellen Situation: „Wir haben den schlimmsten Teil der Saison nun hoffentlich überstanden und freuen uns, dass einige der Rekonvaleszenten schneller wieder an Bord sind als gedacht. Bereits am Freitag stehen uns mit Melsbach und Runge zwei Spieler zur Verfügung, die wir in den vergangenen Monaten schmerzlich vermisst haben. Leibold und Basenau sind bereits wieder im Training und können dem Team hoffentlich auch bald wieder helfen. Das Lazarett lichtet sich also und wir schauen zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.


Nächstes Spiel:
Freitag, 19:30 Uhr
Voran Ohe II – SC Schwarzenbek