Schwarzenbeker Jungs in Eichede - Herausforderung Leistungsfußball

Maxi Hanich (Foto: 11Pics)
Maxi Hanich (Foto: 11Pics)

Der SV Eichede wird oft als Außenstelle für ambitionierte schwarzenbeker Fußballer gesehen, die den Sprung in den leistungsorientierten Bereich wagen. Mit Bennet Zaske hat es jetzt einer von ihnen geschafft. Der Kapitän der Eicheder A-Jugend hat gerade seinen ersten Vertrag in der Oberliga unterschrieben und wird ab der Saison 2018/2019 für die 1. Herren des Vereins auflaufen. Ein weiterer Leistungsträger beim SV Eichede ist der 17. Jährige Maxi Hanich, der aktuell in der Regionalliga Nord auf Torejagd geht und noch ein weiteres Jahr in A-Jugend hat bevor es in den Herrenbereich geht. Ebenso noch ein Jahr in der A-Jugend des SVE spielt Max Studt, der in seiner Jugend lange beim HSV gespielt hat. In der B-Jugend des SVE steht Moritz Leibold in der Oberliga-Mannschaft im Tor und entwickelte sich nach seinem Wechsel von Concordia 2016 zum Stammtorwart.


Jungs, ich freue mich dass ihr Zeit gefunden habt um mit uns über Eure Zeit bei Eichede zu sprechen. Fangen wir mit dir an Bennet, bei dir gibt es die größten Neuigkeiten. Du hast dich vor wenigen Tagen mit dem SV Eichede darüber geeinigt, dass dein Weg in Eichede im Herrenbereich weitergeht. Der SV Eichede ist amtierender SH-Vize-Pokalsieger und durfte im letzten Jahr im DFB-Pokal gegen den großen 1. FC Kaiserslautern spielen. Freust Du dich schon auf die neue Herausforderung?


Bennet: Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Ich bin sehr glücklich, dass ich es geschafft habe. Ich hoffe sehr, dass es so klappt wie ich mir das vorstelle und dass ich den Sprung in die Herren sehr gut meistern werde.

 

Bennet Zaske (Foto: Sportbuzzer)
Bennet Zaske (Foto: Sportbuzzer)

Wie ist Deine Kariere verlaufen? Wann hast Du den SCS verlassen, was waren deine bisherigen Stationen? Erzähl uns mal ein bisschen was zu deiner bisherigen Laufbahn..


Bennet: Ich habe bereits mit vier Jahren angefangen Fußball zu spielen und war dann bis 2009 beim SC Schwarzenbek. Danach bin ich für zwei Jahre zu ETSV (Eisenbahn Hamburg) gewechselt und spielte anschließend beim SV Barsbüttel. Zur Saison 2016/2017 bin ich zum SV Eichede in die Regionalliga gegangen und spiele da auf meiner Lieblingsposition, der sechs.


Warum hast Du den SCS damals verlassen und wie siehst Du die aktuelle Entwicklung der 1. Herren, verfolgst du das Geschehen beim SCS noch?


Bennet: Ich habe den SC Schwarzenbek damals verlassen, da ich den nächsten Schritt machen wollte. Da SCS-Trainer Tassilo Rohroff zur gleichen Zeit zu ETSV gegangen ist, hat es sich für mich angeboten dass ich den Schritt mitgehe. Die aktuelle Situation vom SCS verfolge ich jedes Wochenende, wenn ich es einrichten kann und nicht selber auf dem Platz stehe gucke ich ja auch bei den Spielen der Ersten Herren zu. Ich glaube trotz der schweren Zeiten in den letzten Jahren, merkt man momentan einfach wieder, wie sich alles positiv entwickelt.

 

Maxi Hanich - vom SCS zum SV Eichede
Maxi Hanich - vom SCS zum SV Eichede

Mit Maxi Hanich haben wir eines der größten Talente, das in den letzten Jahren in Schwarzenbek gespielt hat,  zu Gast. Maxi, wie läuft es bei Dir? Du spielst aktuell in der A-Jugend des SVE, was sind Deine Ziele für Deine fußballerische Zukunft und wie läuft die aktuelle Saison?


Maxi: Momentan läuft es ganz gut bei mir. Ich kriege mehr Spielzeit als ich vor der Saison gedacht hätte, da ich ja jüngerer Jahrgang in der A-Jugend bin. Außerdem spiele ich jetzt auch nicht mehr im Sturm wie beim SCS, sondern im zentralen Mittelfeld wo ich mich sehr wohl fühle und ich von meinen Stärken noch mehr profitieren kann. Mein Ziel ist es, so viel Spielpraxis zu sammeln wie möglich. Nur über Spielpraxis und über gute Einstellung im Training kann man sich weiterentwickeln und mein Ziel ist es mir einen Stammplatz in der Mannschaft zu sichern.


Was ist der größte Erfolg den Du sportlich bisher feiern konntest? Gibt es sportliche Highlights an die Du Dich gerne zurück erinnerst?


Maxi: Den größten Erfolg, den ich bisher feiern konnte war der Aufstieg 2016 mit dem SCS in die Landesliga. An die Saison erinnere ich mich sehr gern zurück, wir hatten ein geiles Team und es hat einfach menschlich und sportlich alles gepasst. Außerdem erinnere ich mich gerne an den Dana-Cup 2016 zurück, das war mein letztes Turnier für den SC Schwarzenbek.

 

Max Studt (Foto: Fupa)
Max Studt (Foto: Fupa)

Max, du warst vor deinem Wechsel zu Eichede beim Hamburger SV. Ist es so „glamourös“ wie man es sich vorstellt für den HSV zu spielen? Was hast Du aus der Zeit mitgenommen?


Max Studt: Es sind zwei Welten die aufeinanderprallen, wenn du den Fußball und das Drumherum aus Schwarzenbek gewohnt bist und dann im HSV Leistungszentrum spielst. Am Anfang hatte ich ganz schön Respekt vor dem Verein und vor den bevorstehenden Aufgaben. Meine Zeit beim HSV war durch viele Verletzungen geprägt und war ein ständiges Auf und Ab. Das Schwierigste für mich war, dass der Verein sich auf der einen Seite besonders um deine Verletzung sorgt und alles tut damit du wieder fit wirst und auf der anderen Seite das Menschliche vergessen wird und Du als Charakter kaum Unterstützung erhältst. Wenn es im Verein oder im Team nicht läuft wird alles so verändert, dass es für den Verein wieder passt, auf Einzelschicksale und Individuen wird dort keine Rücksicht genommen. Das fand ich in meiner Zeit beim HSV immer sehr schade. Da muss man das halt auch mal schlucken, wenn man mal nicht spielt. Es wird immer Leistung auf dem Platz von Dir als Spieler erwartet. Wie es den Spielern neben dem Platz, privat oder in der Schule, geht - interessiert im Verein niemanden. Hauptsache du entwickelst dich fußballerisch in die richtige Richtung. Ich hätte ja auch den Weg beim Hamburger Sportverein noch ein zwei Jahre weitergehen können, jedoch habe ich mich dagegen entschieden. Für mich ist der HSV ein Verein der einem Spieler helfen kann, aber einen Spieler auch die Lust am Fußball nehmen kann. Durch die vielen Auswärtsfahrten und Turniere erlebt man viel Gutes, aber man muss auch auf Vieles verzichten. Was ich auf jeden Fall mitgenommen habe, sind die vielen Erfahrungen. Ich würde sagen, dass ich dadurch vor allem charakterlich gereift bin. Ich hab gelernt, dass oft von einem verlangt wird, dass man sich seinem Trainer beugen muss und kaum Platz für eine eigene Meinung ist. Trotzdem, man sollte sich niemals alles gefallen lassen und sich immer treu bleiben - auch beim HSV.


Du bist ja schon vor einigen Jahren in die weite Welt des Fußballs ausgezogen und hast sogar an Lehrgängen für die Nationalmannschaft Deines Jahrgangs teilgenommen. Verbindet Dich trotzdem noch was mit Schwarzenbek?


Max Studt: Mich verbindet sportlich eigentlich nichts mehr mit Schwarzenbek. Natürlich ist es der Verein wo ich begonnen habe und wo auch bis heute noch viele meiner engen Freunde spielen. Jedoch fühle ich mich nicht mehr sehr verbunden mit dem SCS. Ich habe damals den Weg in Richtung Leistungsfußball  und nie wirklich verfolgt was in Schwarzenbek so passiert. Aus diesem Grund habe ich auch nicht sonderlich viele Bezugspunkte zum SC.

 

Max und Maxi ihr werdet in der kommenden Saison noch ein Jahr in der A-Jugend von Eichede spielen. Hat man als junger Spieler schon genaue Vorstellungen und Ziele wie es danach im Herrenbereich weitergeht?


Maxi: Ich habe eigentlich noch gar keine Vorstellungen wie es bei mir mit dem Herrenbereich aussieht aber da werde ich mir im nächsten Jahr intensiver Gedanken drum machen, aktuell konzentriere ich mich voll auf meine Entwicklung beim SVE.


Max Studt: Natürlich macht man sich schon irgendwo Gedanken wie es im Herrnbereich später weiter gehen soll aber für mich liegt der Fokus eher auf dem kommenden Jahr. Pläne wie es danach weitergeht habe ich noch nicht.

 

Moritz Leibold (Foto: Sportbuzzer)
Moritz Leibold (Foto: Sportbuzzer)

Moritz, du bist Stammtorhüter der B-Jugend des SVE und warst lange ein Teil der erfolgreichen Schwarzenbeker Tiger. Warum hast Du den SCS damals verlassen und wie schwer war es für Dich im Leistungsfußball Fuß zu fassen?


Moritz: Ich habe damals gemerkt, dass ich mich beim SCS nicht mehr weiterentwickle, wofür es verschiedene Gründe gab. Als dann Concordia anklopfte und ich die Möglichkeit hatte in einem leistungsorientierten Umfeld zu zeigen was ich kann, habe ich diese Chance genutzt. Der Übergang zum Leistungsfußball fiel mir anfangs sehr schwer, trotzdem habe ich den Kampf angenommen und schnell meinen Platz im neuen Team gefunden.


Nachdem Du zu Concordia gegangen bist saßt Du lange nur auf der Bank, obwohl Du beim SCS unangefochten die Nummer 1 warst.  Auch bei Eichede musstest Du Dich erstmal hinten anstellen, denn gute Torhüter hat auch der SVE einige. Inzwischen hast Du Dir Deinen Stammplatz in der Oberliga erkämpft und lieferst regelmäßig starke Leistungen ab. Du hast sicherlich hart an Dir gearbeitet um dich gegen die anderen sehr starken Keeper durchzusetzen, wie sieht so eine „normale“ Trainingswoche in Eichede aus?


Moritz: Die Zeit bei Cordi war schon hart. Ich habe sehr viel trainiert, war immer da und durfte trotzdem nicht spielen. Da habe ich gelernt mich durchzusetzen und weiter zu kämpfen. Im Endeffekt hat sich das dann ja auch ausgezahlt. Wir trainieren aktuell drei Mal pro Woche, wobei ich zwei Mal mit der Mannschaft trainiere und einmal pro Woche reines Torwarttraining habe.

 

Maxi Hanich (Fotos: 11Pics)
Maxi Hanich (Fotos: 11Pics)

Ihr habt den Schritt in den Leistungsfußball gewagt, vieles dem Fußball untergeordnet und in den letzten Jahren sicherlich härter trainiert als andere Jugendlich in Eurem Alter. Was könnt ihr jungen Fußballern mit auf den Weg geben, die selber Ambitionen haben und sportlich den nächsten Schritt machen wollen?

 

Bennet: Wenn man wirklich leistungsorientiert Fußball spielen will und man hart für sein Ziel trainiert, kann man das auch schaffen. Es ist wichtig, dass man sein Ziel vor Augen hat, nicht aufgibt und am Ball bleibt - dann schafft man das auch!


Moritz: Man sollte seine Ziele verfolgen, immer hart arbeiten und keine Angst vor dem nächsten Schritt haben.


Maxi: Man sollte immer an seinen Traum glauben und immer hart trainieren, dann ergibt sich der Rest schon von alleine.


Wie sieht’s denn irgendwann mal mit einer Rückkehr zum SCS aus? Ihr bekommt ja sicherlich mit, dass hier in Schwarzenbek gerade wieder etwas aufgebaut wird und der Verein auf einem guten Weg ist. Unsere erste Herren kann immer gute Jungs gebrauchen!


Bennet: Wir werden sehen wie ich mich im Herrenbereich entwickele und natürlich werde ich auch weiterhin die Entwicklung vom SC Schwarzenbek ganz genau verfolgen.


Moritz: Ich finde es sehr gut was der SCS gerade aufbaut. Der SC Schwarzenbek hat mich sehr geprägt, ob fußballerisch oder menschlich. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen irgendwann zurückzukehren und das Tor der Ersten Herren zu hüten!


Maxi: Eine Rückkehr zum SC Schwarzenbek würde ich niemals ausschließen! Ich habe immer sehr gerne für den Verein gespielt und habe noch sehr guten Kontakt zum SCS.


Max Studt: Ich denke nicht, dass ich demnächst zum SCS zurückkehren werde. Ich kann zwar noch nicht sagen was die Zukunft so mit sich bringt aber wieder für den SCS zu spielen ist nicht mein Ziel.

 

Wollt Ihr noch was loswerden Jungs?


Maxi: Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei meinen Trainern bedanken, die mich in meiner Entwicklung unterstützt haben. Viel zu verdanken habe ich meinen Trainern Martin Nossek, Kalli Hinsch, Fetanet Aksoy, Timo Wind, Uwe Kuss und Leo Schlesiger. Außerdem möchte ich meinen Eltern danke sagen, die mich immer unterstützen und ohne die ich es nicht so weit geschafft hätte.


Bennet: Ich möchte an dieser Stelle meine Eltern erwähnen, die mich jahrelang zum Fußball gefahren haben und kein Aufwand zu groß war um mich in meiner Entwicklung zu fördern. Fußballerisch hat mich mein Bruder wohl am meisten unterstützt. Die vielen extra „Trainingseinheiten“ haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich meinen Weg im leistungsorientierten Fußball gegangen und soweit gekommen bin.


Max Studt: Ich möchte meinem damaligen Trainer Kalli danken, durch den ich den Weg ins Tor gefunden habe. Kalli hat mich damals enorm unterstützt.  Außerdem danke ich meinem alten Trainer vom ETSV Rico Baltruschat und meinem damaligen Landesauswahltrainer Fabian Seeger. Neben den Trainern habe ich auch viel Unterstützung von meiner Mutter erhalten auch ihr möchte ich an dieser Stelle Danke sagen.

 

Moritz: Mich haben vor allem meine Eltern unterstützt, sie opfern sehr viel Zeit um mit mir zum Training zu fahren und mich an Spieltagen zu begleiten. Beide haben immer an mich geglaubt und mich gefördert wo sie konnten, ohne meine Eltern wäre ich heute nicht da wo ich bin und dafür bin ich sehr dankbar.

 

Wir danken Euch für Eure Zeit und wünschen Euch für die aktuelle Saison viel Erfolg und alles Gute für die sportliche Zukunft. Wir freuen uns, Euch auf dem Sportplatz an der Schützenallee wiederzusehen - vielleicht dann ja im SCS-Trikot.