Interview mit SCS-Trainerin Susanne Steindorff

Susanne Steindorff, letztes Jahr noch Trainerin der 2006er
Susanne Steindorff, letztes Jahr noch Trainerin der 2006er

Wie lief die abgelaufene Saison für Dich als Trainerin und Euer Team?

 

Susanne: Die vergangene Saison lief ergebnistechnisch nicht gut, insgesamt nur 1 Sieg in der Frühjahrs- und Herbstrunde. Pokalaus, in der ersten Runde. Knappes scheitern in der Hallenrunde. Aber auch trotz der ganzen Niederlagen gab es, spielerisch ansprechende Spiele gegen  leistungsstarke Teams wie ETV, VfL Pinneberg und Einigkeit. Darauf gilt es aufzubauen.

 

Welche Ambitionen habt ihr für die neue Saison, welche Ziele habt ihr Euch gesetzt?

 

Susanne: Zur neuen Saison, hat der Verein sich im Jahrgang 2006 mit Tassilo, als Trainer neuaufgestellt. Daher kann ich zu den Zielen nicht viel sagen. Ich trainiere jetzt zusammen mit meinem Mann Björn, die ganz Kleinen Fussballer. Wir haben nach den Sommerferien mit dem Jahrgang 2013 begonnen und starten nochmal von ganz vorne durch. Unser gemeinsames Motto und Ziel lautet: "Nur wer selbst begeistert ist, kann auch andere begeistern!".

 

Wie läuft die Organisation bei Euch im Team, wer sind deine Mitstreiter und Trainerkollegen und wer ist wofür zuständig? Oder gibt es keine "Arbeitsteilung"?

 

Susanne: Wie bereits erwähnt ist Björn noch mit an Bord. Ab jetzt gilt: Nur gemeinsam nach oben ;-) Aber bekanntlich, ist es ja ein langer Weg bis an die Spitze.....

 

Du bist eine der wenigen Trainerinnen im SCS. Wie bist Du zum Fußball und zum SCS gekommen? Hast Du auch selber mal Fußball gespielt?

 

Susanne: Da ich gebürtig aus dem schönen Mecklenburg - Vorpommern (Greifswalder Ecke) komme, kommt man automatich durch den F.C. Hansa Rostock mit dem Fussball in Berührung. Selbst habe ich, vielleicht etwas spät, in der B-Jugend mit dem Fussball spielen angefangen und ein paar wenige Jahre in Mädchen-/ Frauenmannschaften trainiert und gespielt. Durch die berufliche Ausbildung und die Familie, ist das dann irgendwann eingeschlafen... 2011 als unseren Sohn Denny, mit 5 Jahre beim SCS seine ersten Schritte im Kinderfussball machte, kam nach und nach (neben dem FCH) auch wieder der direkte Bezug zum Fussball zurück. Erstmal auch nur von der Seitenlinie und mit der Zeit mehr Aufgaben, vom Organisatorischen über die Unterstützung bei einer einfachen Trainingsübung bis zur kompletten Mannschaftsverantwortung. So habe ich mich selbst immer gerne weitergebildet, und im Laufe der Zeit, meine Trainer C-Lizenz beim HFV gemacht. Welche mir viele neue Eindrücke und Informationen ermöglicht hat und somit bin ich immer noch mit Enthusiasmus und Leidenschaft dabei.

 

Was sind aus Deiner Sicht die drei wichtigsten Eigenschaften als Jugendtrainerin?

 

Susanne:

Erstens: Vorbildfunktion, da diese neben der sportlichen Ausbildung genauso wichtig, wie das Vermitteln von gesellschaftlich relevanten Werten (Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein) ist. Denn wir Trainer bereiten die Kinder nicht nur auf den Fussball, sondern auch mit auf das Leben vor. Ohne den sportliche Erfolg aus den Augen zu verlieren.

 

Zweitens: Fachliche Kompetenz, denn ohne zeit- und altersgemässe Kenntnisse im Kinder und Jugendfussball wird das Training/ Spiel, in der Umsetzung der aktuellen Entwicklungen schwierig, wenn man an andere Vereine/Mannschaften anknüpfen möchte.

 

Drittens: Sollte er auch Einfühlungsvermögen haben, damit es eine Vertrauensbasis zwischen Trainer und Spieler gibt. Denn nur so kann man es schaffen, bei den Spielern Identifikation mit dem eigenen Verein zu wecken und zu festigen. Immer daran gedacht, der Trainer repräsentiert den Verein.

 

Wie würdest Du Dich als Trainerin charakterisieren? Worauf legst Du bei der Ausbildung der Jungs und Mädchen besonderen Wert?

 

Susanne: Bei den 2006er habe ich viel Wert darauf gelegt das die Jungs und Mädchen alle Übungen beidfüssig absolvieren. Ein kann ich nicht, gab es nicht. Wer die Beidfüssigkeit nicht im Training übt, wird es auch im Spiel nicht umsetzten können. Zu dem lag das Augenmerk verstärkt auf die Ballbeherrschung, vermittelt durch viele Ballkontakte durch Übungsformen im 3 gegen 3, 4 gegen 4 usw. Bei den Bambinis passen wir erst einmal alles an den Bedürfnissen der Kinder an, in dem wir versuchen viel Bewegung und Abwechslung in die Spielstunde einzubauen. Der Rest wird sich dann nach und nach ergeben.

 

Welche Herausforderungen hast Du als Trainerin gerade mit Deinem Team zu bewältigen?

 

Susanne: Es ist schon eine Umstellung von einer D-Jugend Mannschaft zu einer Bambini-Mannschaft. Es ist genauso anstrengend, jedoch liegt die Konzentration bei anderen Dingen. Da ich aber schon jahrelange Erfahrung beim TSV Schwarzenbek als Übungsleiterin im Bereich Ballspiele und Turnen habe, kriegen wir das, mit den Kleinsten aber sicherlich auch hin. Denn bekanntlich wächst man ja mit seinen Aufgaben......

 

Vielen Dank für das Interview, wir wünschen Dir für deine neue Aufgabe vor allem viel Spaß mit den Kids und ein gutes Händchen bei der Entwicklung der jungen Fußballerinnen und Fußballer. Wir bedanken und für Dein Engagement im SC Schwarzenbek und wünschen Dir und Deiner Familie eine besinnliche Weihnachtszeit.